Grassorten

Bei der Umwandlung der Äcker stellte sich nicht nur die Frage des Wie, sondern auch des Was. Da für mich Gras bisher nur Gras und eine mehr oder weniger undefinierte grüne Masse war, hatte ich einige Wochen mit einer steilen Lernkurve vor mir.

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Nach langem Hin- und Hertüfteln entschied ich mich schließlich für die folgende Mischung unter der Annahme, sowohl Weide- als auch Heuwiesen für Pferde im sogenannten Erhaltungszustand anzulegen:

  • Knaul-(Knäuelgras) (Dactylis glomerata) 25 %
  • Wiesenlieschgras (Phleum pratense) 25 %
  • Wiesenrispe (Poa pratensis) 15 %
  • Rotes Straußgras (Agrostis tenuis) 10 %
  • Rotschwingel (Festuca rubra rubra) 10 %
  • Wiesenschwingel (Festuca pratensis) 10 %
  • Kammgras (Cynosurus cristatus) 5 %

Rückblickend betrachtet hat sich die Mischung als durchaus gelungen heraus gestellt, obwohl ich vielleicht doch die eine oder andere Sorte hinzugenommen oder weggelassen und untereinander anders gewichtet hätte. Letztendlich gibt es aber keine perfekten Mischungen und die Bestandspflege spielt ebenfalls ohnehin eine mindestens so wichtige Rolle in der Entwicklung des Grünlands. Die Überlegungen, die letztlich zu dieser Auswahl führten, sind jedoch von allgemeinerer Natur und kreisten um folgende Themen:

  • Standortverträglichkeit (frisch-feucht)
  • Natürliches Vorkommen
  • Ausgewogenheit von Ober- und Untergräsern
  • Konkurrenzfähigkeit
  • Vermeidung energiereicher Sorten wie Raygras und Rohrschwingel
  • Mischung für späte und sehr späte Schnitt- bzw. Weideeignung

Wertvolle Anregungen zu diesen Themen fand ich u. a. in der folgenden Bücherauswahl:

 

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